Was ist Naturland e.v.?

Folgend möchten wir ihnen unseren Anbauverband vorstellen (Quelle: www.naturland.de):

 

Naturland – Verband für ökologischen Landbau e.V. wurde 1982 mit Sitz in Gräfelfing bei München gegründet. Heute ist Naturland eine der bedeutendsten Organisationen des Ökologischen Landbaus weltweit.
Seit der Gründung hat Naturland viele Jahre Geschichte im Ökologischen Landbau mitgeschrieben und wichtige Impulse gegeben. Neue Bereiche wurden erschlossen, wie die Ökologische Waldnutzung oder die Ökologische Aquakultur.
Naturland ist ein basisdemokratischer Bauernverband, über dessen satzungsgemäße Ziele die Delegiertenversammlung wacht. Naturland ist als gemeinnützig anerkannt.
Naturland Bauern und Verarbeiter produzieren nach den Naturland Richtlinien wertvolle Lebensmittel, vom Apfel bis zum Weißkohl, vom Putenfleisch bis zum Lachs, vom Olivenöl bis zum Holunderlikör. Herstellung und Verarbeitung aller nach den Naturland Richtlinien erzeugter Produkte schont die Umwelt und sichert Arbeitsplätze.
Im Jahre 2006 bewirtschaften in Deutschland über 1800 Naturland Betriebe eine Fläche von über 140.000 Hektar. Naturland fördert den ökologischen Landbau weltweit. International bewirtschaften 2006 über 44.000 Bauern in 185 Naturland Kooperativen eine Fläche von über 137.000 Hektar.

 

 

 

Hohe Standards

Naturland Bauern und Verarbeiter arbeiten mit höchsten ökologischen Standards, die strenger sind als die gesetzlichen Anforderungen der EG-Öko-Verordnung. Die Richtlinien gelten für die Erzeugung wie für die Verarbeitung. Ökologischer Landbau nach den Naturland Richtlinien beruht auf einer ganzheitlichen systemorientierten Betrachtung. Teilbetriebsumstellungen wie bei der EG-Öko-Verordnung sind bei Naturland nicht erlaubt. Der hohe Standard der Naturland Richtlinien zum Beispiel beim Zukauf von Düngern oder Futter (mindestens 50 Prozent des Futters muss vom eigenen Hof stammen) verlangt von den Landwirten eine professionelle Wirtschaftsweise. Die detaillierten Verarbeitungsrichtlinien für alle Produktionsbereiche führen den ganzheitlichen Gedanken konsequent weiter - von der Erzeugung bis zum Produkt im Laden müssen die Richtlinien eingehalten werden.

Die Naturland Richtlinien decken auch Bereiche ab, die in der EG-Öko-Verordnung nicht geregelt sind, wie z.B. die ökologische Aquakultur oder die Sozialrichtlinien. Die ab 2005 geltenden Sozialrichtlinien verankern die soziale Verantwortung aller Naturland Mitglieder in den Standards. 

Die einzelnen Naturland Richtlinien können Sie einsehen oder downloaden:

  • Naturland-Richtlinien für Erzeuger Download.pdf

  • Naturland-Richtlinien im Vergleich mit EG-Öko-Richtlinien Download.pdf   Lese-Empfehlung!!

  • weitere Naturland-Richtlinien...

    • Imkerei                                          Download.pdf

    • Aquakultur                                     Download.pdf

    • Waldnutzung                                 Download.pdf

    • Holzverarbeitung                          Download.pdf

    • Nachhaltige Fischerei                   Download.pdf

    • Verarbeitung                                  Download.pdf

    • Textilien                                          Download.pdf

    • Kosmetik                                         Download.pdf

    • Naturland Organic worldwide     Download.pdf

Qualitätssicherung

Die konsequente Umsetzung der Naturland Richtlinien und Zertifizierungsanforderungen vom Acker bis hin zum fertigen Produkt ist die Basis für die Herstellung von Öko-Produkten mit besonderer Qualität, die den Natur- und Umweltaspekt einschließt.

Qualitätssicherungssystem

Naturland betreibt ein Qualitätssicherungssystem, das internationalen Normen entspricht. Die wirksame Umsetzung und Dokumentation dieses Systems wird jährlich durch unabhängige Stellen überprüft.

Ganzheitlicher Ansatz

Im Zentrum steht ein ganzheitlicher Ansatz, nachhaltiges Wirtschaften, praktizierter Natur- und Klimaschutz, Sicherung und Erhalt von Boden, Luft und Wasser sowie der Schutz des Verbrauchers.

Kompetenter Ansprechpartner

Die fundierte Bertreuung der Landwirte, Gärtner, Winzer, Waldbesitzer und Fischwirte ist seit der Gründungsphase eine der Stärken von Naturland.

Auch für Spezialbereiche wie z.B. die ökologische Waldnutzung oder Aquakultur gibt es eigene, kompetente Ansprechpartner.

Richtlinienkonformes Arbeiten

Alle Naturland Landwirte, Naturland Partner, Hersteller und Verarbeiter im In- und Ausland müssen jährlich unter Beweis stellen, dass sie die Naturland Richtlinien einhalten. Nur dann können sie von Naturland zertifiziert werden.

Überprüfung der Zertifizierungsarbeit

Im Gegenzug lässt Naturland sein eigenes Zertifizierungssystem ebenfalls überprüfen und führt so den Nachweis, dass der Verband als Zertifizierungsorganisation internationale Ansprüche erfüllt. Denn die Anerkennung nach weltweit gültigen Standards wird im wachsenden, sich zunehmend internationalisierenden Öko-Markt immer wichtiger.

Naturland ist durch die IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements), der Internationalen Dachorganisation des Ökologischen Landbaus, akkreditiert. Seit Oktober 1999 gibt es ein multilaterales Abkommen aller IFOAM akkreditierten Organisationen. Kern des Abkommens ist es, dass sich alle IFOAM akkreditierten Organisationen gegenseitig auf der Basis der IFOAM Richtlinien anerkennen. Somit wird es Naturland Erzeugern und Verarbeitern ermöglicht, schnell auf Produkte anderer IFOAM akkreditierter Verbände weltweit zurück zu zugreifen.

1998 hat Naturland auch die Akkreditierung nach DIN EN 45011 (ISO 65) erhalten. Die EN 45011 beschreibt allgemeine Anforderungen an Stellen, die Produktzertifizierungen durchführen, um als zuverlässig und seriös anerkannt zu werden.

Seit November 2002 ist Naturland vom United States Departement of Agriculture (USDA) akkreditiert. Naturland hat als erster und bislang einziger deutscher Ökologischer Landbauverband die USDA Akkreditierung erhalten!

 

Bio mit Gesicht“

 

Naturland e.V., die Naturland Marktgesellschaft, das Forschungsinstitut für biologischen Landbau und das Handelsunternehmen „tegut...“ bieten Bio-Kunden einen neuen Service an. Durch ein zuverlässiges System zur Rückverfolgung erfährt der Käufer über das Internet, wo, von wem und wie das erworbene Bio-Produkt angebaut und verarbeitet wurde.

Für den Kunden funktioniert „Bio mit Gesicht“ so: Die gekaufte Ware trägt eine Nummer. Damit kann man den Betrieb im Internet „besuchen“. Unter Bio mit Gesicht (www.bio-mit-gesicht.de) stellt der Erzeuger sich vor: Wo ist der Betrieb? Welche Menschen arbeiten dort? Welche Richtlinien halten sie ein? Was lässt sich sonst noch Interessantes berichten? Zusätzlich gibt es Infos zum ökologischen Landbau, Produkthinweise, leckere Rezepte und vieles mehr.

Beispiel: Kartoffeln von Försters
Ein Verbraucher kauft Bio-Kartoffeln „mit Gesicht“ – und lernt so den Oberhof der Familie Förster kennen. Im Betriebsporträt erfährt er, dass der Betrieb nach den Naturland Richtlinien arbeitet und warum die Försters auf ökologischen Landbau umgestellt haben. Dass es auf dem Hof ein kleines „Öko-Zentrum“ gibt, eine Streuobst-Kelterei, einen Öko-Weingroßhandel und einem Vertrieb ökologischer Baustoffe. Wenn er dann noch mehr über die Produkte wissen oder den Betrieb näher kennen lernen möchte, kann er per E-Mail oder telefonisch Kontakt zu den Försters aufnehmen.

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Vorerst einmal bis hierhin, weiteres unter: www.naturland.de oder bei Fragen an schartner@gaertnerhof-schartner.de